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Stefan Laxhuber am 27.10.2004:
ADR-Programme sind mit Vorsicht zu genießen

Von Stefan Laxhuber, Experte für Emerging Markets und Herausgeber des Börsenbriefes „Der Ostinvestor

27. Oktober 2004 
Bei vielen an internationalen Börsen inklusive Deutschland gehandelten Papieren zu Werten aus den Emerging Markets handelt es sich nicht um Aktien, sondern um ADRs oder GDRs. Das ist deshalb wichtig zu wissen, weil diese Produkte mit spezifischen Risiken verbunden sind, über die sich nicht alle Anleger bewußt sind.


Um den Sachverhalt zu verstehen, ist es zunächst wichtig, sich bewußt zu machen, was ein ADR oder GDR ist. Als ADRs (American Depositary Receipts) werden auf Dollar lautende, von amerikanischen Depotbanken (depositary banks) in Amerika ausgegebene Aktienzertifikate bezeichnet, die eine bestimmte Anzahl hinterlegter Originalaktien eines ausländischen Unternehmens verkörpern und an ihrer Stelle am amerikanischen Kapitalmarkt wie Aktien gehandelt werden.  
Anleger sollten genau wissen, was sich hinter ADRs und GDRs verbirgt  

Stefan Laxhuber am 05.11.2003

„Bulgariens Börse hat das größte Kurspotenzial“
 
05. November 2003 

Die erste Beitrittswelle osteuropäischer Staaten zur Europäischen Union steht zwar erst noch bevor. Aber da die Börsianer gerne schon sehr früh in die Zukunft blicken, rücken aus Anlageüberlegungen heraus bereits jetzt die Länder der zweiten Welle in den Fokus des Interesses. So sind die Indizes in Bulgarien und Rumänien in den vergangenen zwölf Monaten schon um rund 200 Prozent gestiegen.

Offenbar zu Recht. Denn die EU-Kommission lobt ihn ihrem zur Wochenmitte veröffentlichten Fortschrittsbericht die Länder Bulgarien und Rumänien für ihre insgesamt erfolgreiche Vorbereitungsarbeit. Das macht es wieder etwas wahrscheinlicher, daß diese beiden Ländern zusammen mit Kroatien im Jahr 2007 zur EU stoßen werden.

Die daraus resultierende Phantasie dürfte die zuletzt zum Teil sehr gut gelaufenen Aktienkurse an diesen Börsen weiter beflügeln. FAZ.NET fragte Osteuropa-Experte Stefan Laxhuber, Herausgeber des Börsenbrief „Der Ostinvestor“ wie er die Aktienmärkte der Beitrittskandidaten der zweiten Welle beurteilt.

Herr Laxhuber, wie beurteilen Sie die Kursaussichten der Börsen in Bulgarien, Kroatien und Rumänien?

Generell habe ich zu diesen Märkten eine positive Einstellung. Wenn ich dabei eine Reihenfolge aufstellen müßte, würde ich dabei Bulgarien vor Rumänien bevorzugen und erst an dritter Stelle nach Kroatien blicken.

Stefan Laxhuber am 05.08.2003

Osteuropa
Börse Bulgarien mit Vollgas auf Höhenflug
 
05. August 2003 

Richtig zur Sache geht es derzeit am hierzulande noch wenig beachteten bulgarischen Aktienmarkt. Alleine seit Ende Juli ist der Aktienindex Sofix von rund 290 auf 345 Punkte, und damit um fast 19 Prozent gestiegen.

Angesichts dieser Kursbewegungen war es an der Zeit, wieder einmal bei Stefan Laxhuber, Herausgeber des Börsenbriefes „Der Ostinvestor“, nach den Gründen für diese Aufwärtsentwicklung zu fragen. Dabei stellt sich heraus, daß der Bulgarien-Experte noch immer von dem Markt überzeugt ist, wobei sich an den Gründen für seinen Optimismus nichts wesentliches geändert hat.

Comdirect Bank so teuer wie der bulgarische Aktienmarkt insgesamt

Natürlich verhehlt Laxhuber nicht, daß der Markt nach den zuletzt starken Avancen demnächst auch wieder einmal den Rückwärtsgang einlegen kann und wird. „Die Kurse werden ausatmen und das vielleicht sogar heftig“, räumt er ein. Gleichzeitig bleibt er langfristig aber ausgesprochen zuversichtlich. Als Größenordnung, wohin die Reise gehen kann, nennt er eine Verzehnfachung des Kursniveaus in den nächsten zehn Jahren.

Stefan Laxhuber am 23.05.2003

Osteuropa
Bulgarische Börse bleibt spannend für Anlagepioniere

 
23. Mai 2003 
Im Februar hatten wir in dem Beitrag Bulgarische Vouchers sind der Geheimtipp für Spekulanten auf die Chancen am bulgarischen Aktienmarkt hingewiesen. An dieser positiven Grundhaltung hat sich nichts geändert. Der Markt hat zwar zwischenzeitlich auch einmal eine Verschnaufpause eingelegt, liegt seitdem aber immerhin mit rund 16 Prozent vorne.

Ohne natürlich gleichzeitig die Risiken eines Engagements wie das an einem umsatzarmen Markt wie in Sofia zu leugnen, wollen wir erneut die Chancen abklopfen, welche die bulgarische Börse bietet. Denn schließlich gelten die damals bestehenden Kaufgründe, wie eine tiefe Bewertung und die Phantasie im Zuge eines langfristig denkbaren EU-Beitritts noch immer. Wir haben dazu mit Stefan Laxhuber, Herausgeber des Börsenbriefes „Der Ostinvestor“ gesprochen. Laxhuber ist ein intimer Kenner des dortigen Aktienmarktes und rührt seit langem die Werbetrommel für die aus seiner Sicht stark unterbewertete bulgarische Börse.

Herr Laxhuber, was gibt es derzeit spannendes vom bulgarischen Aktienmarkt zu berichten?

Die bulgarische Börse ist in den vergangenen Monaten ganz nett gelaufen. Seit Dezember hat sie rund 35 Prozent gemacht. Zuletzt kam es aber zu einer Konsolidierung. Positiv zu werten sind die sehr gut ausgefallenen Unternehmenszahlen. Auch mein größter Favorit im konservativen Bereich, die Hotelkette Albena, macht da keine Ausnahme.

Stefan Laxhuber am 07.02.2003

Osteuropa
Bulgarische Vouchers sind der Geheimtipp für Spekulanten

 
07. Februar 2003 
Dass die Finanzmärkte der EU-Beitrittskandidaten lukrative Anlagechancen bieten, ist inzwischen hinlänglich bekannt. Schon längst hat die damit verbundene Fantasie auch die Börsen der zweiten Beitrittswelle erfasst.
Allen voran gilt das für Bulgarien. Dort haben die Staatsanleihen seit September rund zehn Prozent an Wert gewonnen und trotzdem werden die Titel von Analysten, wie denen der WGZ-Bank, weiterhin zum Kauf empfohlen.

Enorm günstige Bewertung überkompensiert die Risiken

Doch die bulgarische Börse hat eine noch viel spannendere Wette zu bieten. Zumindest gilt das für risikobereite Investoren, die einen gewissen Pioniergeist mitbringen. Denn  wer die Mühen bei der Informationsbeschaffung und der Eröffnung eines Kontos nicht scheut, der findet ein lukratives Betätigungsfeld. Zumindest für den Fall, dass die zugrunde liegende Rechnung aufgeht.

Für Stefan Laxhuber, Herausgeber des Börsenbriefes „Der Ostinvestor“ bietet sich echten Value-Investoren in Bulgarien ein wahres Paradies, das bisher kaum von ausländischen Fonds entdeckt wurde. Seinen Aussagen zufolge ist der Börsenplatz besiedelt mit etlichen Unternehmen, die eine vernünftige Bewertung, solide Wachstumsaussichten und eine vernünftige Eigenkapitalausstattung bieten.

Stefan Laxhuber am 02.12.2004

Viele ukrainische Aktien sind sehr niedrig bewertet

Die Standhaftigkeit der engagierten Investoren läßt sich durch das große Gewinnpotenzial erklären, das im Falle einer friedlichen Lösung winkt. Denn unabhängig von den politischen Wirren ist der ukrainische Aktienmarkt fundamental gesehen durch ein sehr gutes wirtschaftliches Umfeld gesegnet. Die Wirtschaft expandiert im fünften Jahr in Folge und in diesem Jahr dürfte das Plus beim BIP sogar 12 Prozent betragen. So lauteten zumindest die Schätzungen vor Beginn der Demonstrationen und beim IWF wurde bei einer erwarteten Anstiegsrate des BIP von acht Prozent schon zuversichtlich auf das kommende Jahr geblickt.

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„Die Rechtssicherheit in der Ukraine ist zwar ebenso wie die Abwicklung und das Settlement noch deutlich unterentwickelt. Aber selbst gegenüber den ohnehin schon niedrig bewerteten russischen Aktien haben viele ukrainische Werte ein Aufholpotenzial von 200 bis 800 Prozent”, erklärt Stefan Laxhuber, Herausgeber des Börsenbriefes „Ostinvestor” und intimer Kenner der ukrainischen Börse. So beziffert er das KGV auf Basis der für 2004 erwarteten Gewinne bei von ihm favorisierten Titeln wie dem Ölkonzern Ukranafta auf 3,1 oder dem Stahlhersteller Zaporozhstal auf 3,7. Wobei bei diesen ohnehin schon günstigen Relationen zu bedenken ist, daß die Gewinne 2005 weiter wachsen sollen.

Stefan Laxhuber am 16.02.2005

Orange Revolution acts as beacon to investors
By Tom Warner
Published: February 16 2005 02:00 | Last updated: February 16 2005 02:00

Standing between rows of transmission shafts on the expansive shop floor of a Ukrainian truck factory, Stefan Laxhuber, a German fund manager, watches intently as workers bolt the different pieces that make up a drive train on to big steel frames gliding slowly down the production line.

Some of their processes are very modern, and some are not," observes Mr Laxhuber. He was one of about 20 western European fund managers who recently took an excursion into Ukraine's industrial hinterland guided by Concorde Capital, a local brokerage keen to encourage foreign investment.

They hope to be in the vanguard of a new wave of foreign investment in Ukraine, long one of the most overlooked markets of eastern Europe.

They are betting that Ukraine's new pro-western president, Viktor Yushchenko, will move quickly to implement the sweeping economic liberalisation he is promising. Concorde calls it "Investing Orange", after the Orange Revolution that helped to bring Mr Yushchenko to power.

The fund managers' first stop was AvtoKraz, a factory in Kremenchuk, central Ukraine, which makes super-heavy trucks that look as if they could have driven out of the 1970s. The company is growing quickly thanks to the recovering regional economy and a contract to supply 2,000 trucks to the Iraqi army.

Mr Laxhuber started buying Ukrainian equities in 2003, and since then they have doubled or tripled in value. "I'm looking to increase the Ukraine weight in my fund," he says.

Stefan Laxhuber am 25.02.2005

Die Ukraine ist der Überflieger im Osten

Politischer Umbruch lockt ausländische Anleger an - Tristesse am russischen Aktienmarkt

MATHIAS BRÜGGMANN HANDELSBLATT, 25.2.2005 KIEW/MOSKAU. 
"Die Früchte der orangenen Revolution zu ernten", empfehlen immer mehr Osteuropa-Experten. Die Rede ist von der Ukraine. Und in Kiew geben sich nach dem Wahlsieg des liberalen Oppositionsführers Viktor Juschtschenko Investmentbanker die Klinken in die Hände - in der Hoffnung auf durchgreifende marktwirtschaftliche Reformen und die Herausbildung eines starken Finanzmarktes. Dabei hat der ukrainische PFTS-Index im vorigen Jahr mit einer Verdreifachung den Moskauer RTS-Index, der 8,3 Prozent zulegte, um Längen geschlagen. Die Affäre um den Ölkonzern Yukos hatte den russischen Aktienmarkt belastet. 

"Revolutionen ziehen Investoren an", begründet Andrej Snigirjow, Chef der ukrainischen Tochter der Moskauer Alfa-Bank, den Run auf die Ukraine. 

Der frei handelbare Anteil an börsennotierten Unternehmen liegt in der Ukraine gerade einmal bei sieben Prozent der gesamten Marktkapitalisierung von 20 Milliarden Dollar. Kiews Markt macht somit weniger als ein Zehntel des Moskauer Marktes aus. Das schreckt risikobereite Anleger wie Stefan Laxhuber, Herausgeber von "Der Ost-Investor", aber nicht ab: "Die aggressiveren Investoren denken ernsthaft über eine Reduzierung in Russland und ein Aufstocken in der Ukraine nach." Zwar sei der ukrainische Aktienmarkt im Moment "heißgelaufen", aber nach einer Korrekturphase böten sich mittelfristig "gute Einstiegsmöglichkeiten". 

Potenzial sehen dabei in der Ukraine und in Russland viele Fachleute, weil immer mehr Unternehmen an die Börse streben - um sich durch mehr Transparenz und den Einstieg unabhängiger Aktionäre unangreifbarer durch die Politik zu machen. Damit werden dann vor allem attraktive Nebenwerte außer den beherrschenden Öl-, Gas- und Stahltiteln handelbar. Vor allem wird der politische Umbruch in Kiew laut Laxhuber aber dazu führen, dass sich ukrainische Firmen künftig nicht mehr weiter arm rechneten. "Bisher sind ukrainische Unternehmen Weltmeister im Gewinn-Verstecken. Legen sie bald aber ihre Zahlen ehrlich vor, dann sind ukrainische Aktien auch keineswegs mehr teuer."